Wenn mangelndes Selbstwertgefühl belastet: Die Selbstbeziehung

Unter dem Begriff „Selbstwert“ ist der Wert zu verstehen, den man sich selbst zuschreibt.

Viele Menschen leiden unter Minderwertigkeitsgefühlen, wenig Selbstbewusstsein, mangelnder Selbstliebe, zu wenig Selbstvertrauen.

Der Selbstwert setzt sich zusammen aus:

  • der Selbstakzeptanz (die positive Einstellung zu sich selbst)
  • dem Selbstvertrauen (die positive Einstellung zu eigenen Fähigkeiten)
  • der Selbsteinschätzung (der eigene Stellenwert, wie wichtig nehme ich mich)
  • der sozialen Kompetenzen (positiver Umgang mit Menschen, sich eingebunden fühlen im sozialen Netz).

Jeder der vorgenannten Begriffe hat eine eigene tiefe Bedeutung, und doch, schwächelt nur einer dieser Wesensanteile, die gemeinsam das Selbstwertgefühl ausmachen, so wirkt sich das deprimierend auf einen Menschen und seine Lebensqualität aus.

Wenn das Selbstwertgefühl gesunder Natur ist, sieht sich der Mensch in positivem Licht, ist sich etwas wert. Und das ist die Grundvoraussetzung, um im Leben emotional stabil aufgestellt zu sein.

Es geht um die Beziehung, die man zu sich selbst hat – die Selbstbeziehung.

Die Selbstbeziehung beinhaltet, wie man:
-sich selbst sieht
-mit sich und seinem Körper umgeht
-mit sich seelisch im Einklang ist
-sich um seine Gefühle kümmert
-für sich und sein eigenes Wohlbefinden Sorge trägt.

Zur Selbstbeziehung gehört der wichtige Begriff der „Selbstverantwortung“, d.h. die Art und Weise, wie für das eigene Leben Verantwortung übernommen wird.

In diesem Zusammenhang ist das Wort SELBSTFÜRSORGE wichtig.

Die Selbstfürsorge kommt bei Menschen mit geringem Selbstwertgefühl in aller Regel zu kurz.

Die Entwicklung des Selbstwertgefühls beginnt in der Kindheit und ist stark verbunden mit den Reaktionen der Eltern auf Verhaltensweisen und dem hieraus erwachsenden Glauben an die eigenen Möglichkeiten.

Kinder, die sich geliebt fühlen – auch wenn sie Fehler machen –, Trost und Zuspruch erhalten, von den Eltern ermutigt und gelobt werden, entwickeln in der Regel ein gesundes Selbstvertrauen und ein gutes Gefühl für sich selbst: Das Kind fühlt sich „gewertet“. Positive Impulse wirken sich stärkend aus, lassen das Kind über seine Entwicklungszeit spüren: Ich werde geliebt – ich bin wichtig – ich bin wertvoll – ich kann das!
Diese Liebesnahrung und Anerkennung bewirkt eine gute Selbstbeziehung. Sie sorgt für Mut, und es entwickelt sich eine gesunde Frustrationstoleranz.
Der Mensch entwickelt Resilienz und ist gewappnet, im Leben auch mit Tiefschlägen umgehen zu können, da er sich vertraut und an sich glaubt.

Kinder, die schon von klein auf wenig Aufmerksamkeit, Zuwendung und Ermutigung erfahren haben, tun sich deutlich schwerer, Selbstvertrauen und Selbstwertgefühle aufzubauen.

Aber auch Kinder, die schon früh viel Verantwortung getragen haben, früh viele Aufgaben übernehmen mussten und sich dadurch nicht ihren kindlichen Bedürfnissen und Interessen widmen konnten, sind oft davon betroffen.

Das frühe Funktionieren- und Leisten-Müssen lässt bei Kindern in der Regel die innere Überzeugung entstehen, für die anderen da sein zu müssen, nur wertvoll zu sein, wenn alles gut und richtig gemacht wird. Ein starker Hang zu Selbstkritik geht hiermit oft einher.
Dabei kann die Entwicklung zur Selbstverantwortung oftmals nicht ausreichend entwickelt werden. Und das geht zu Lasten des Selbstwertgefühls.

Menschen mit geringem Selbstwert bleiben deshalb oft stecken oder unter ihren Möglichkeiten, da Selbstzweifel und Versagensängste schon im Vorfeld sozusagen ausbremsen, oder erst alles erledigt werden muss, was der Betroffene meint, noch für andere tun zu müssen, um es allen recht zu machen. Diese Menschen nehmen sich zu wenig wichtig.

Die persönliche Entwicklungsgeschichte trägt weiterhin dazu bei, wie sich der Selbstwert ausprägt.

Das Bild, das wir von uns selbst in uns tragen und was wir glauben zu sein, lässt uns Menschen zu dem werden, was wir sind.
Ein geringes Selbstwertgefühl ist Ursache vielfältiger seelischer Probleme wie auch Erkrankungen.

Die Folgen können sein:

  • Depressive Stimmungen
  • Seelische Erschöpfungszustände
  • Selbstzweifel
  • Versagensängste
  • Ängste
  • Typische körperliche Symptome: Bluthochdruck, Blutniederdruck, chronische Rückenschmerzen, Magensymptome, Schlafstörungen, Verdauungs- und Darmprobleme, Verspannungen

Diese Stimmungen und Zustände lähmen und blockieren.
Der Mensch hat die Selbststeuerung und Selbstregulierung nicht mehr in der Hand, befindet sich gewissermaßen im Käfig.
Wiederholte Enttäuschungen, Misserfolge, schmerzhafte Trennungen, seelische Verletzungen, schwierige Erlebnisse, Schicksalsschläge, eine Serie beruflicher Tiefschläge u.v.m. können dem Selbstwert sehr zusetzen.

Eine schnelle Veränderung ist in der Regel nicht möglich.

Die oftmals verfestigten negativen und traurigen Stimmungen und Einstellungen zu sich selbst bleiben in der Regel lange Zeit unbewusst. Der Betroffene ist in Verhaltensmustern gefangen und wird immer wieder mit kränkenden und verletzenden Reaktionen seines Umfeldes konfrontiert. Erst wenn er versteht, dass er sich mit seinem Verhalten selbst verletzt, erst wenn Kränkungen oder Wutgefühle den Leidensdruck unerträglich werden lassen, dann ist meistens Heilung in Sicht. Dann begreift der Mensch, dass er nur selbst durch einen Wandel seines Denkens und Verhaltens Wertschätzung erfahren wird. Dass ihm die negativen Erlebnisse solange begegnen werden, bis er beginnt, sich mit seinem eigenen Verhalten Respekt zu verschaffen.

Dazu gehört auch ein Sich-Abgrenzen und Nein-Sagen, vor allem gegenüber Menschen, die dazu neigen, andere für ihre Absichten „vor den Karren zu spannen“. Eine gesunde Abgrenzung gehört als Selbstschutz dazu wie auch ein Sich-Verabschieden von Menschen und Situationen, die die persönliche Grenze von Achtung und Würde überschreiten.

Es ist wichtig, sich Zeit für diesen Prozess zu nehmen, Schritt für Schritt voranzugehen und der eigenen inneren Stimme zu vertrauen.

Das Selbstwertgefühl kann gestärkt werden.

Der 1. Schritt sind das innere Bedürfnis und die innere Entscheidung, es zu tun und in die Hand zu nehmen, sich entschlossen einlassen und öffnen für die Veränderung: Bewusst den Schritt in die Eigenverantwortung gehen.  (Eigenverantwortung bedeutet in diesem Zusammenhang: die Verantwortung für das eigene Befinden wie physisches und psychisches Gleichgewicht zu übernehmen)

Die wichtigsten Zutaten für eine positive Selbstbeziehung:

  • Sich Zeit für sich ganz persönlich nehmen und gut für sich und seinen Körper sorgen.
  • Gezielt Wohltuendes für sich und das eigene Befinden suchen und aktivieren.
  • Sich mit sich als „Freund“ verbünden – sich so behandeln, wie den besten
  • Sich kleine Wünsche erfüllen – großzügig mit sich sein.
  • Aufhören, dem eigenen inneren Kritiker zu viel Gehör zu geben, ihn stoppen und die Gedanken bewusst auf Positives lenken, z.B.: Erfolgserlebnisse ins Gedächtnis rufen, die ganz persönlichen Begabungen und Fähigkeiten bewusstmachen und ausleben.
  • Überprüfen, welche inneren Überzeugungen oder Glaubenssätze – vielleicht noch tief aus der Kindheit – blockierend wirken.
  • Negative Gedankenmuster ersetzen durch „Positive Thinking“
  • Keine zu hohen Erwartungen an sich selbst stellen – vor allem keinen Perfektionismus.
  • Freundschaften pflegen – soziale Kontakte ausbauen (für ein eigenes, glücklich machendes Umfeld)
  • Zu sich stehen und authentisch sein
  • Der inneren Stimme vertrauen und zuhören, intuitiv werden.
  • Sich in Achtsamkeit und Dankbarkeit üben – in gedanklicher Wertschätzung dafür, was das Leben einem schenkt.
  • Schluss machen mit Vergleichen und den Blick vom Außen zum Innen
  • Wünsche und Träume erkunden und umsetzen – konkrete Ziele entwickeln.
  • Hilfreich ist die Auseinandersetzung mit der Sinnhaftigkeit des Lebens.
  • Entwicklung einer positiven Lebensphilosophie.
Über eine längere Zeit bewusst gelebt, können diese veränderten Verhaltensmuster einen wahren persönlichen Befreiungsschlag bewirken. Robbie Williams beschreibt es in seinem aktuellen Megahit:

„I lOVE MY LIFE!

I AM POWERFUL, I AM BEAUTIFUL, I AM FREE…

I LOVE MY LIFE, I AM WONDERFUL, I AM MAGICAL,

I AM ME

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