Wenn die Partnerschaft in Schieflage gerät

Gründe, warum eine Partnerschaft in die Schieflage geraten kann, gibt es unzählige!

Am Anfang steht das Miteinander, tiefe Leidenschaft und große Begeisterung für den Partner und füreinander. Alles ist wunderbar: Die junge Liebe setzt viele Glücksgefühle frei.

Schon nach einiger Zeit werden jedoch Unterschiede in Werten, Zielen und Lebensarten festgestellt, und es kommt zu ersten Diskussionen.

Oftmals hat zumindest einer der Partner die Erwartung, dass der Andere ebenso denkt, fühlt und plant wie er selbst und ähnliche Ziele im Leben verfolgt. Daraus können Machtkämpfe entstehen oder Spannungen durch unausgesprochene Gefühle.

Vielfach überwiegt aber der Wunsch nach Harmonie, und einer der Partner geht den unteren Weg, vermeidet Konfliktsituationen und passt sich an.

Wenn die Rollen und Erwartungen gegenseitig geklärt sind, beruhigt sich die Partnerschaft, und es geht meistens eine Weile gut miteinander.

Im Laufe einer längeren Beziehung kommt es immer wieder durch äußere Faktoren oder Ereignisse zu Veränderungen, die die Partnerschaft herausfordern.

Auch persönliche Entwicklungen und Veränderungen des Einzelnen können die Partnerschaft belasten.

Für eine langfristige Zufriedenheit ist es wichtig, dass sich beide mit den verteilten Rollen und gegenseitigen Erwartungen zufrieden fühlen.

Eine Partnerschaft ist kein Selbstläufer, sondern ein gemeinsamer Entwicklungsprozess, der viel Achtsamkeit erfordert.

Drei wichtige Grundbetrachtungen:

Wie steht’s mit der Balance in der Partnerschaft zwischen …

Dominanz und Unterwerfung
Wer gibt den Ton an – bestimmt vorwiegend, wer gibt vorwiegend nach?

Geben und Nehmen   
Wer gibt mehr – wer weniger, wer hat das Gefühl, zu wenig zu bekommen?

Autonomie und Bindung
Freiräume für eigene Interessen – wer benötigt mehr, wer weniger – wer wünscht vielleicht eine sehr enge Verbindung?

Wenn diese Balancen nicht stimmig sind, kommt es nach einiger Zeit zu Spannungen, die meistens im Streit münden, oder einer der Partner zieht sich zurück.

Warum ist das so?
Ist das ungünstig?
Wie kann ich das ändern?

Was hilft:

Kommunikation
Offene Gespräche, in denen ohne Vorwurf ausgesprochen wird, was sich wer wie anders wünscht.

Gespräche sind das A und O, um unterschiedliche Wünsche und Bedürfnisse herauszufinden und auf einen Nenner zu bringen.

Eine Beziehung ist eine Partnerschaft, das bedeutet: sprechen, verhandeln, reflektieren, auswerten und zusehen, dass man eine Lösung findet, einen Plan gemeinsam entwirft, einen Kompromiss sucht.

Problem-Gespräche zwischen Partnern funktionieren oft nicht, weil aufgeladene Emotionen oder Frust dem Partner an den Kopf geworfen werden.

Wichtig:
Keine Vorwurfshaltung, sondern ein Gespräch mit einer wertschätzenden Grundhaltung, in dem der eigene Standpunkt vermittelt wird.

Wichtige Zutaten für ein schönes Miteinander:

Sich Zeit nehmen
Partnerschaft bedeutet: WIR leben ein gemeinsames Miteinander, und WIR wollen das auch!

Deshalb ist es von Bedeutung, ihr Zeit zu schenken. Mitunter gibt es Lebensphasen, in der die Partnerschaft etwas zu kurz kommt – dann ist es wichtig, darüber zu sprechen und die Zeit, die vorhanden ist, auch im Sinne der Partnerschaft zu nutzen. Reden – sich besprechen – ist auch hier das Wichtigste.

Die wertschätzende Grundhaltung nie vergessen, Anteil nehmen am Leben des Partners, nachfragen, sich interessieren, auf Wertschätzung achten – liebevolles Miteinander –, Achtung und Respekt bewahren, den Partner ernst nehmen. Oft sind es die kleinen Aufmerksamkeiten…

Gemeinsame Ziele und Pläne
Gemeinsame Ziele und Pläne, gemeinsames Visionieren…
Das bringt Schwung ins Gemeinschaftsleben, hält und schweißt zusammen und stärkt das Wir-Gefühl.

Termine miteinander verabreden
Die Menschen – ganz besonders die jungen Familien – sind im 21. Jahrhundert extrem termingebunden, und spontane Aktivitäten sind in vielen Partnerschaften kaum noch möglich. Wenn das Wort Termin durch DATE ersetzt wird, ist es nur noch halb so wild!

Gemeinsame Freizeit/Hobbys/ Entspannung suchen
Mal wieder einen Wellness- oder Sauna Tag einlegen – gemeinsam eine kleine Auszeit nehmen, ein Hobby suchen, regelmäßig schöne Freizeitaktivitäten einplanen. Gemeinsamkeit auch außerhalb des Zuhauses suchen – sich außerhalb des Zuhauses als Paar erleben! Auch hier, wenn nicht anders möglich, in der Form von Dates.

Eigene Rituale entwickeln
Und sei es nur der Tee oder Kaffee am Freitagabend und sich erkundigen, wie es dem Partner geht, wie er die Woche erlebt hat und was am Wochenende geplant ist, ansteht usw. Respektvoll das Handy dabei auszuschalten – oder zumindest lautlos zu schalten, sind wertschätzende Kleinigkeiten, die viel bewirken können.

Sexualität
Die sexuelle Ebene einer Partnerschaft ist sicher ein Thema für sich. Was grundsätzlich zu beachten ist: Es kann Phasen von sexueller Unlust geben – das ist in einer längeren Partnerschaft nicht unnatürlich, denn es gibt Zeiten, in denen Belastungen, Veränderungen oder Stressfaktoren auftreten,
die Energie rauben und zeitweise wenig Raum für Lust zulassen.

Auch hier gilt wieder:

Kommunikation ist das Schlüsselwort. Nur über Sprechen kann eine Lösung gefunden oder eine Phase der Unlust sicher überbrückt werden und Drucksituationen bei einem der Partner verhindert.

Um sexuelles Interesse aktiv zu halten, ist es deshalb das Wichtigste,zu kommunizieren, sich als Paar Zeit zu nehmen, auszugehen, z.B. ein gemeinsames Hobby zu pflegen, Konflikte auszutragen statt zu vermeiden – d.h. eine gesunde Streitkultur zu leben, denn das bringt Lebendigkeit und bedeutet Spannung.

Der Trick:  
Diese Spannung bewirkt in der Regel auch Spannung hinsichtlich des sexuellen Miteinanders.

Für Abwechslung sorgen – dem Alltagsrhythmus entfliehen – offen über sexuelle Wünsche sprechen – offen sein für neue Ideen.

Selbstverantwortung / Eigene Interessen / Selbstverwirklichung
Wenn es jedem Einzelnen gut geht, ist die Voraussetzung ideal, gemeinsam glücklich zu werden. Auf diese Weise kann eine gleichberechtige Beziehung erreicht werden.

Selbstverantwortung bedeutet:
Nicht den Partner für das eigene Glück ausschließlich verantwortlich zu machen, sondern selbstverantwortlich zu sein: mit sich selbst in Einklang kommen, selbst gut und sicher für sich im Leben stehen können, verantwortlich mit sich selbst umgehen, achtsam für sich selbst sorgen, eigene Interessen und Neigungen verfolgen und leben können.

„ICH“ bleiben in der Partnerschaft

100 % Partnerschaft: Wenn jeder 50 % gibt, dann sind es ja schon 100 %, und es bleiben für ein stabiles SELBST 50 %.

Moderne Partnerschaften sind gleichberechtigt und zeichnen sich dadurch aus, dass jeder gut für sich selbst sorgen kann, Eigenverantwortung trägt und zusieht, dass er selbst gut für sich aufgestellt ist.

Die Gesellschaft hat sich weiterentwickelt – das frühere Konzept der Rollenverteilung hat sich massiv geändert.

Eine gute Beziehung zu sich selbst und die Bereitschaft, für sich selbst Verantwortung zu tragen, ist die wichtigste Voraussetzung für eine langfristige und erfüllte Partnerschaft.

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